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Rring


1994 Man muss in seinem Leben etwas haben, was man sehr bedauert. Meines ist, dass ich niemals gelernt habe, irgendein Instrument zu spielen. Ich würde mich gern mit dem Saxophon herumschlagen, aber zur Musik habe ich ein ausschließlich passives Verhältnis. Meine Technocop auf OctamedVorlieben reichen von der Klassik bis zur Elektronik. Tatsächlich haben mich zu gewisser Zeit die Tracker-Kompositionen zu verschiedenen Experimenten mit dem Commodore Amiga angeregt. Neben unzähligem Schund habe ich ein Dance-Remix von Lambada gemacht, ein Stück mit einer gewissen Würde. Technocop von Lobotomia, ein beunruhigendes, vom Film Robocop inspiriertes Stück, produziert in Zusammenarbeit mit einem Freund von mir, der sehr in der Materie beschlagen war, Stefano Mozzi, zeigte uns, wie leicht es sein könnte, einen kommerziellen Hit herauszubringen. Wir komponierten verschiedene Versionen davon. Ich war so überzeugt von Technocop II, dass ich es in Mailand in der Via Mecenate vorschlug. Das war die Straße mit den Produktionslabels von Kompilationen für die auf der Straße wankenden Truzzi. Das wäre die Krönung unseres Experiments gewesen. Es war ein eklatanter Misserfolg. Wir hatten nicht das Zeug von Datura. Du kannst die zweite Version von Technocop anhören, wenn du hier klickst.

Klick hier um die Lobotomia-Webseite zu besuchen und die Lieder zu hören

1996 Als ich in Rotterdam ein verregnetes Universitäts-Semester verbrachte, hatte ich die Möglichkeit mein vorheriges Interesse für die aufkommende Musik - Anno ’92 verpasste ich knapp das historische Konzert von Madness, bei dem das tanzende Publikum die Londoner Seismographen hatte ausschlagen lassen - wieder aufleben zu lassen, indem ich beim Herumtreiben in einem hervorragend ausgestatteten Geschäft die unvergleichlichen Skatalites entdeckte und an einem Konzert der spaßigen Bad Manners teilnahm. Ich war einer der wenigen mit Haaren. Der Rest des Publikums bestand aus Dutzenden von mehr oder weniger gefährlichen Skinheads. Ich habe (relativ) zurückhaltend getanzt, da ich den Unterschied zwischen Skinhead und Naziskin kannte.
1998 Einige Zeit später und nach einigem Nachdenken kam mir an Sylvester ’97 der Geistesblitz und ich gründete SkabadiP, die erste Website für die Musikrichtungen Ska und Rocksteady in Italien. Das Leiten dieser digitalen Zeitschrift hat es mir ermöglicht, zwei Leidenschaften zusammenzubringen, Informatik und Musik, ganz zu schweigen davon, dass es mich mit so vielen italienisch und international aufstrebenden Musikern in Kontakt gebracht hat. Bald wurde SkabadiP.com Bezugspunkt für alle Anhänger der Musikrichtung, auch weil sie in der Sektion tour-o-rama eine Liste mit Konzerten aller Bands auf der Halbinsel bietet. Als ich sie gründete, dachte ich an all jene, die sich, weit entfernt von den städtischen Zentren, ohne das Internet nur schwierig der musikalischen Underground-Szene des Ska hätten nähern können. Mein Glück war, sofort eine Gruppe von hoch motivierten und im Genre bewanderten Mitarbeitern zu finden, die ein hoch geschätztes und eingespieltes Team bildeten und dank dem Netz auch über die Distanz zusammenarbeiten konnten. In seinen goldenen Zeiten wurde SkabdiP.com in den Online-Versionen der Encyclopedia Britannica erwähnt. Wir haben auch Kongresse und einige Konzerte in Mailand und Turin mit verschiedenen Bands organisiert. In den ersten Jahren hatte SkabadiP auch eine Radio-Dependence im Rahmen der Sendung von
Reggae Radio Station unter der Leitung von Dj Vito War. Klicke auf die Zahlen, um die Folgen anzuhören von der
 

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2005 Wachsende Verpflichtungen und das Ausscheiden einiger Mitarbeiter brachten mich dazu, die Erfahrung SkabadiP.com lieber in Würde abzuschließen, statt eine Seite online zu halten, ohne sie mit der notwendigen Aufmerksamkeit aktualisieren zu können. Einige Monate später übergab ich die Leitung der Seite an Sergio Rallo, der das Geschichtsbewusstsein der Ska und Rocksteady Musik in Italien ist. Heute präsentiert Sergio die Seite graphisch erneuert unter der neuen Adresse Skabadip.it. Die Liebe zum Rhythus Jamaicas ist aber bis heute in meinem Herzen geblieben. Um ein Photo der originalen Seite von SkabadiP zur Zeit ihrer Schließung zu sehen, klicke auf dieses Bild.
 

 

Manchmal vergehen Tage, ohne dass ich irgendetwas anhöre. Das sind die Momente, in denen ich mich besonders gut fühle. Seneca hat die Philosophie als Therapie für die Seele aufgefasst, für mich ist das die Musik.


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